Die Lüge im Sprechzimmer

 

Die Lüge im Sprechzimmer

dies der Titel meiner CAS Arbeit in Medizin und Philosophie (August 2012).

Schlussfolgerung:

es wäre zwar wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich (i.e. am billigsten und erst noch zeitsparend), Patienten bezüglich einer ungünstigen Prognose anzulügen. Doch aus Pflichtgefühl der kranken Person gegenüber, gebührt dem ganzen Menschen (und dazu gehört auch sein Schicksal) Respekt. ER muss entscheiden, wie er mit seinem Lebensende umgehen will und er soll darüber sprechen dürfen, sich und uns seine ganz eigene Lebensgeschichte erzählen. Deshalb habe ich entschieden, jede konsequentialistische Ethik, die sich nur am Nutzen in Zahlen orientiert (und für eine effiziente Wirtschaft wohl wichtig sein mag) für Heilberufe strikt abzulehnen. Der Markt soll und darf im Krankheitsfall keine Rolle spielen. Denn wir haben uns in unseren westlichen Gesellschaften darauf geeinigt, dass der, welcher Hilfe braucht, diese auch bekommen soll. Wenn es nur um den Irrwitz einer maximalen Gesundheits-, sive Schönheitsoptimierung geht, ist das natürlich eine andere Sache. Aber Gesundheit und Krankheit haben ja nur ein gemeinsames Objekt: den biologischen Körper mit seiner Anatomie, Physiologie und Biochemie.